“Hinsehen statt wegsehen”

Pressebild der Odenwälder Nachrichten, vom 11.09.2009.Gedenkfeier zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und der Opfer der NS-Herrschaft

Mit einer beeindruckenden Multimedia-Schau sowie zahlreichen Redebeiträgen machten die Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule im Prälat-Diehl-Haus  klar, dass das Schicksal der Ober-Ramstädter Juden und die NS Herrschaft im eigenen Ort auch uns auch heute noch etwas sagen kann.

Mit der gemeinsamen Veranstaltung der beiden Kirchengemeinden und der Stadt wurde den zahlreichen Opfern versucht ein Gesicht zu geben.  Eine Plakataktion “Hinsehen statt Wegsehen” hatte die Veranstaltung angekündigt.

Unter Anwesenheit des Bürgermeisters Werner Schuchmann und ungefähr hundert Gästen brachten Jan Hüther, Tara Käsemeier, Rebecca Blatz, Frank Büttgenbach und Daniel Tunn ganz persönliche Beiträge zum Gedenktag. Vor allem Beispiele von Ober-Ramstädter Familien und Persönlichkeiten, die Opfer von Verfolgung und Holocaust wurden, wurden von den Schülern in den Vordergrund gestellt.

Nach der Veranstaltung wurde ein Kranz niedergelegt und Kerzen angezündet an der Gedenkplatte für die Reichspogromnacht.

Jan Hüther beschäftigte sich im Rahmen einer Besonderen Lernleistung für das Abitur mit der Reichskristallnacht in Ober-Ramstadt. In diesem Zusammenhang versuchte er besonders auch kleine Ansätze von Zivilcourage und oppositionelles Verhalten zu untersuchen. Neben den vielen Tätern und Mitläufern gibt es doch ein paar Beispiele, die zu denken geben und Mut machen können auch heute nicht wegzusehen.

Zusammengefasst und gekürzt nach einem Bericht aus den Odenwälder Nachrichten, vom 29.01.2009.