Auf dem Weg zur Stolpersteinverlegung am 14. Mai:

Die Synagoge in Ober-Ramstadt brannte und die Luft war voller Qualm. Häuser wurden zerstört und Leute auf offener Straße verprügelt. Nachts zog die SA um die Häuser und sang hasserfüllte Lieder.

Erinnerungen an die Reichskristallnacht in Ober-Ramstadt. Trudy Isenberg hat sie erlebt und in all dem Chaos ihren Geburtstag gefeiert. Ihr 18 Geburtstag 1m 12.11 1938 wird sie nie vergessen. Kurz danach wird sie von ihren Eltern in die USA geschickt, in Sicherheit. Ihre Eltern, wie so viele andere, überleben die NS-Zeit nicht, sie wird sie nie wieder sehen.

Die Schüler haben eine in den letzten Jahren wieder einen Kontakt geknüpft zu Trudy Isenberg und ihrer Familie, die damals noch Gertrud Bendorf hieß.

Am 14. Mai wird sie anwesend sein bei der Verlegung von Stolpersteinen für sie und ihre Familie. Auch zu Ruth Markover aus Israel und Frau Straßburger-Grüber aus Wermelskirchen konnte ein Kontakt geknüpft werden. Frau Strassburger-Grüber und Frau Markover stehen stellvertretend für die verzweigte Familie Wartensleben, mit der Schüler in letzter Zeit begonnen haben Kontakt zu knüpfen.

Ab 15 Uhr 30 wird in der Scheunengalerie die Auftaktveranstaltung zur Verlegung der Stolpersteine beginnen.

Ab 16 Uhr werden beginnend mit der Hohlgasse über die Hammergasse, die Grafengasse und die Grabengasse Stolpersteine für 9 weitere Opfer der Stolpersteine verlegt werden.

Ab 18 Uhr wird im Prälat-Diehl-Haus ein gemeinsamer Abschluss stattfinden, wo es noch die Möglichkeit zur Begegnung mit den Gästen aus Amerika gibt.

 

 

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