Schüler gegen das Vergessen

Lena Lautz und Katja Zander berichten über ihren Briefwechsel mit Trudy Isenberg aus Ober-Ramstadt, deren Eltern im Holocaust ermordet wurden.
Lena Lautz und Katja Zander berichten über ihren Briefwechsel mit Trudy Isenberg aus Baltimore, deren Eltern aus Ober-Ramstadt kamen und im Holocaust ermordet wurden.

Die Schüler der beiden Lichtenberg Schulen aus Darmstadt und Ober-Ramstadt gestalteten einen Abend zum Thema “Zukunft der Erinnerung”.

Schüler im Alter von 12 bis 19 sprachen vor circa 300 interessierten Gästen mit dem Schriftseller Peter Härtling Schülern über ihre von der Auseinandersetzung mit Anne Frank inspirierten Texte. Peter Härtling, der als Lektor half die erste Ausgabe der Tagebücher von Anne Frank herauszugeben stellte sich den Fragen der Schüler.  Peter Härtling und die Schüler kommen zum Schluss, dass Lehren und Parallelen nicht immer nur in der Ferne zu sehen sind! Ausgrenzung und Unmenschlichkeit findet sich auch heute im Alltag.

Carmen Kehr erzählt von der Geschichte des Projekts und ihrer Begegnung mit Julius Bendorf.

Im zweiten Teil  berichteten die Schüler der GCLS Ober-Ramstadt von ihrer Beschäftigung mit der Geschichte ihrer eigenen Stadt in der NS Zeit und ihrer Begegnung mit Julius Bendorf, einem Überlebenden des Holocaust. In einer bewegenden Filmpräsentation entwickelte sich eine Annäherung  an die vielen Aktivitäten der Schüler, die sich seit 2008 mit ihren historischen Arbeiten den Auschwitzgedenktag gestalten und sich vor allem bemühen die Opfer und die Familienangehörigen ehemaliger jüdischer Bürger aus Ober-Ramstadt ausfindig zu machen und mir ihnen in Kontakt zu treten.

Die eintätowierte KZ-Nummer auf dem Arm des ehemaligen Ober-Ramstädter Bürgers Julius Bendorf, der als Jude Auschwitz überlebte, prägte sich in das Gedächtnis der Schüler mehr ein als jede Quelle aus dem Geschichtsbuch, so Eldar Numanovic.

 

 

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